Das Ernährungskonzept von MrsSporty
- June
- 21. Mai 2017
- 3 Min. Lesezeit
Es ist nun 12 Tage her, dass meine Trainerin mich auf das Ernährungskonzept von MrsSporty umgestellt hat. Warum habe ich das mit mir machen lassen, obwohl ich bereits ohne System abgenommen hatte? Wie konnte es dazu kommen? Und was ist das Ernährungskonzept eigentlich?
Als ich nach meinem bisherigen tiefsten Tief der Depression wieder einigermaßen klar denken konnte, maß die Waage 83,1kg auf 163cm Größe. Ich fing also wieder mit dem Training bei MrsSporty an. Direkt am ersten möglichen Tag schnappte ich mir eine der Trainerinnen und sagte ihr, ich wolle so bald wie möglich einen Termin zum Check Up haben. Den bekam ich auch bereits ein paar Tage später, nachdem ich mich (freiwillig) ausführlich zu meiner aktuellen Lebenslage geäußert hatte.
Zu dem Zeitpunkt beschränkte ich mich auf 1600 Kalorien pro Tag. Ich wollte ja schließlich abnehmen. Die Körperanalyse ergab, dass meine Muskulatur gut ausgeprägt war, ich jedoch über einen Körperfettanteil von über 37% verfügte. Auch schien das mit den Kalorien nicht ganz so zu funktionieren, wie ich wollte. Ich bat also meine Trainerin, mir irgendetwas Sinnvolles auszurechnen, was ich an Kalorien zu mir nehmen sollte, um Gewicht zu verlieren und meinen Fettanteil zu verringern. Ich nutzte zu diesem Zeitpunkt die Android-App Lifesum und wollte gern dabei bleiben. Sie notierte mir:
2000kal oder 1900kal
55% KHD
15% Eiweiß
30% Fett
Ich entschied mich für die 1900 Kalorien und ging 2 Wochen später zum Nachfolgetermin. Ich hatte wahrlich abgenommen! Es war also tatsächlich wahr: Zuwenig Essen kann die Abnahme boykottieren. Ich war total platt.
Die Euphorie währte nicht lange. Die Körperanalyse ergab einen Gewichtsverlust von etwa 2kg - und eine Fettzunahme von 600g.
BÄM
Voll ins Gesicht. Ich hatte Muskeln verloren. Trotz Training. Trotz höherer Kalorienaufnahme. Ich war total verzweifelt.
Meiner Trainerin stand auf und legte mir eine Reihe Blätter vor die Nase.
"Möchtest du es mal mit unserem Baustein-Konzept versuchen?", fragte sie, "Du hast nichts mehr zu verlieren." Ich zuckte mit den Achseln und sie fuhr fort: "Da du mit deiner bisherigen App ans zählen und wiegen eh schon gewöhnt bist, wird dir das sicher nicht schwer fallen - zumindest nicht schwerer als dein bisheriges System." Sie reichte mir eine zusammengetackerte Blättersammlung. Es war eine ausführliche Lebensmittel-Liste, die in Gruppen eingeteilt wurde:
Gruppe 1: Getreide, Kartoffeln, Mais
Gruppe 2: Milch, Quark, Käse
Gruppe 3: Fleisch, Eier, Tofu
Gruppe 4: Gemüse
Gruppe 5: Obst
Gruppe 6: Fett, Nüsse
Gruppe 7: Extras (Soßen, Schokolade, Kuchen)
Gruppe 8: zuckerfreie Getränke
An jedem Lebensmittel stand eine Mengenangabe. Diese Mengenangabe bedeutete 1 Baustein. Dann errechnete sie, dass ich regulär 21,5 Bausteine essen dürfte. Sie reduzierte dann die Bausteine auf 16, um einen Abnahme zu erreichen. Die 16 Bausteine verteilte sie so:
Gruppe 1 x4
Gruppe 2 x2
Gruppe 3 x2
Gruppe 4 x3
Gruppe 5 x2
Gruppe 6 x2
Gruppe 7 x1
(Gruppe 8 x8)
Dann bekam ich etwas, das wie ein Stundenplan aussah. Ich sollte also Strichliste führen, wann ich wovon wieviel essen würde. Zunächst kam mir das Ganze etwas dumm vor. Keine Fertigpizza? Keine Ravioli an stressigen Tagen? Lego bauen mit 2 Kindern im Haus? War das denn überhaupt machbar?
Nach 12 Tagen kann ich sagen: Es ist machbar. Dann bau ich mir eben eine Mahlzeit, während die Kinder Pizza essen. Na und. Wobei: Es gab hier keine Pizza. Das Lego-System ist einfacher als es aussieht und für Leute mit festen Frühstücks-Ritualen kostet es nicht einmal viel Zeit. Wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind, nehme ich mir vorgebaute Mahlzeiten im Rucksack mit. Ich spare Geld und Nerven. Und ich verliere Gewicht. 2.3kg seit der Umstellung. Jedoch weiß ich noch nicht, WAS ich abgenommen habe. Meine nächste Körperfettanalyse ist am 1. Juni. Ich freue mich drauf und hoffe sehr, dass das Ergebnis mich diesmal nicht wieder so niederschmettert. Ich fühle mich wohl. Ich esse mich voll. So voll, dass das halbe Snickers (1 Baustein der Gruppe Extras), das ich nur essen darf, auch wirklich nur ein halbes Snickers bleibt.
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